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	<title>Blogmouse &#187; Mann beißt Hund</title>
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		<title>Asche auf mein Haupt</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Apr 2010 08:15:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>karli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mann beißt Hund]]></category>

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		<description><![CDATA[Heut morgen hab ich mich ganz besonders gefreut, die Sonne wiederzusehn, denn es war ja zu befürchten, dass die isländische Aschewolke den schönen blauen Himmel über L.E. verdeckt. Aber nix da. 
Heiter gestimmt ging ich also zum Bäcker. Als aber mein Blick auf die dort ausliegenden Printmedien fiel, schlug meine Stimmung schlagartig um. Zuerst dachte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heut morgen hab ich mich ganz besonders gefreut, die Sonne wiederzusehn, denn es war ja zu befürchten, dass die isländische Aschewolke den schönen blauen Himmel über L.E. verdeckt. Aber nix da. <span id="more-554"></span></p>
<p>Heiter gestimmt ging ich also zum Bäcker. Als aber mein Blick auf die dort ausliegenden Printmedien fiel, schlug meine Stimmung schlagartig um. Zuerst dachte ich »Igitt« &#8212; die Bildzeitung war mit einer dicken Staubschicht bedeckt. Im nächsten Moment dachte ich »Ohgott«, denn mir wurde bewusst, dass ich in meiner gestrigen Auflistung der maßgeblichen Pressestimmen zum <a href="http://www.blogmouse.de/mann-beist-hund/theres-no-island-like-island/" target="_self">Island-Vulkan-Asche-Flugverkehr-Chaos </a>unser wichtigstes Leitmedium, die Bildzeitung, zu erwähnen vergaß. Was für ein Lapsus! Nochmals: Asche auf mein Haupt.</p>
<p>Denn die Bildzeitung beweist auch mit ihrer Aschemeldung, dass sie nicht einfach einer unter vielen Chorsängern ist. Die Schlagzeile der Bildzeitung zeigt echte Größe verbunden mit ergreifender Schlichtheit und wird somit der Monstrosität des Ereignisses in einer Weise gerecht, dass man mal wieder nur staunen kann:</p>
<blockquote><p><strong>Das Aschemonster!</strong></p></blockquote>
<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_557" class="wp-caption image left" style="width: 200px;">
<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-medium wp-image-557" style="border 1px solid black;" title="Troll" src="http://www.blogmouse.de/wp-content/uploads/2010/04/forest-troll.jpg" alt="Theodor Kittelsen" width="200" height="288" /></dt>
<h5>Forest Troll? Aschemonster? Hirngespinst?</h5>
</dl>
</div>
<p>Wem da nicht ein Schauer den Rücken runterläuft, dem ist nicht mehr zu helfen. Und weil die Bildzeitung (wohl zu recht) davon ausgeht, dass nicht alle Leser ausreichend fantasiebegabt sind, um sich die Verheerungen des in Europa umgehenden Aschemonsters ausmalen zu können, haben sie ihre Titelseite mit so einer Art Staubimitat überdrucken lassen. Ich Einfaltspinsel habe das für echten Staub gehalten, aber wie man sieht: man darf der Bildzeitung nicht alles glauben.</p>
<p>Da ich vor lauter Igitt und Ohgott nicht näher hingeschaut habe, weiß ich nun nicht, was genau die Bildzeitung mit dem Aschemonster meint &#8212; die Aschewolke oder den Vulkan. Mir gefällt ja die Vorstellung, dass der Vulkan (der die meiste Zeit über nichts anderes ist als ein Berg) als Monster durch die Lande zieht. Ganz langsam oder wenn grad keiner hinguckt. Etwa so wie der »Forest Troll« (das Bild hier), den Theodor Kittelsen (kein Isländer, sonder Norweger) schon vor mehr als 100 Jahren gemalt hat.</p>
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		<item>
		<title>There&#8217;s no island like Island</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Apr 2010 21:48:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>karli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mann beißt Hund]]></category>

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		<description><![CDATA[Asche auf mein Haupt. Auch ich hatte schon fast die Hoffnung aufgegeben, dass der Einzelne etwas bewegen kann und wenige manchmal sogar viel. Dass man Intelligenz nicht im Schwarm findet und nicht 10.000 Lichtjahre von der Erde entfernt suchen muss. Dass irgendwo noch Licht brennt oder sogar noch Glut unter der Asche ist. Asche auf mein Haupt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Asche auf mein Haupt. Auch ich hatte schon fast die Hoffnung aufgegeben, dass der Einzelne etwas bewegen kann und wenige manchmal sogar viel. Dass man Intelligenz nicht im Schwarm findet und nicht 10.000 Lichtjahre von der Erde entfernt suchen muss. Dass irgendwo noch Licht brennt oder sogar noch Glut unter der Asche ist. Asche auf mein Haupt. Ich verneige mich vor den Isländern.<br />
<span id="more-532"></span></p>
<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_540" class="wp-caption image left" style="width: 300px;">
<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-medium wp-image-540" style="border 1px solid black;" title="vulkanasche" src="http://www.blogmouse.de/wp-content/uploads/2010/04/vulkan.jpg" alt="Island: Da ist was am dampfen" width="300" height="200" /></dt>
<h5>Island macht Dampf. Deutschland macht dicht.</h5>
</dl>
</div>
<p>Es gibt nur etwas mehr als 300.000 Isländer, also definitiv weniger, als es Hannoveraner (ohne Pferde), Leipziger oder Stuttgarter gibt. Tatsächlich gibt es fast genau so viele Isländer wie Bonner, nämlich 317.593 Isländer gegenüber 317.949 Bonnern (laut Wikipedia, die auch nicht mehr immer ganz up to date ist). Während man aber aus Bonn schon lange nichts mehr gehört hat, bringen es die Isländer fertig, die Welt binnen weniger als zwei Jahren gleich zweimal in ihren Grundfesten zu erschüttern. Jetzt mit ihrem Vulkan, dem Eyafjalla, aber auch schon im Herbst 2008. Ja, genau: da fing der Schlamassel an. Da schrubbten sie haarscharf am Staatsbankrott vorbei und &#8212; hallo &#8212; da war sie auf einmal da, die Weltwirtschaftskrise. Spiegel online weiß immer noch nicht genau, ob die Lage inzwischen besser ist als gedacht oder schlimmer als erwartet. Jedenfalls, wir, die Deutschen, müssen wegen der Isländer nun den Griechen aufhelfen. Behaupte ich mal. Allerdings (behaupte ich mal) hätte mein früherer Arbeitgeber auch ohne die freundliche Unterstützung der Isländer 2009 den Laden dicht gemacht. Wie überhaupt Deutschland zurzeit irgendwie dicht zu machen scheint. Diese Behauptung ist zwar nicht von mir, könnte aber glatt von mir sein. Aber ich hab ja noch mehr Ideen.</p>
<p>Ich behaupte also, das haben sie mit Absicht gemacht, die Isländer. Erstens das mit dem beinahe-Staatsbankrott. Denn die Isländer haben bekanntlich ganz andere Hobbys als Wirtschaft boomen und Überstunden machen. Lieber schön in der blauen Lagune rumliegen und so. Die Isländer haben in Europa mit die höchste Geburtenrate und (so wird behauptet) mit den höchsten Alkoholverbrauch pro  Kopf. Es liegt auf der Hand, dass die Isländer von der Gleichmacherei der Globalisierung stärker betroffen wären als (beispielsweise) die Bonner. Das würde mir auch nicht gefallen, wenn ich eine Isländerin wäre. Die Blutbahnen der Globalisierung aber sind das Internet und der internationale Flugverkehr. Das Internet haben die Isländer bekanntlich längst mit ihren Trollen infiziert; beim Flugverkehr dagegen muss man schon handgreiflicher werden.</p>
<p>Aber die Isländer sind keine Terroristen, die Isländer sind erfinderisch. In Sachen Geothermie sind sie sogar (naturgemäß) Weltspitze. Jetzt haben sie also einen ihrer Vulkane gezündet &#8212; und die Welt steht Kopf. Hier eine kurze Zusammenfassung der Schlagzeilen aus unseren Leitmedien:</p>
<ul>
<li>ARD-Brennpunkt: Vulkanwolke legt Europa lahm</li>
<li>FAZ: Aschewolke aus Island &#8212; Am Samstag wird es nicht besser</li>
<li>Spiegel online (1): Eruption auf Island &#8212; Vulkanasche-Wolke stoppt Flüge über Europa</li>
<li>Spiegel online (2): Airlines müssen Ticketpreis zurückzahlen</li>
<li>Frankfurter Rundschau: Aschewolke kostet hunderte Millionen</li>
<li>Süddeutsche: Stillstand, Chaos und Hunderttausende Gestrandete</li>
<li>Die Zeit: Teure Asche</li>
</ul>
<p>Fast könnte man befürchten, dass die Isländer demnächst  regresspflichtig gemacht werden, weil sie ihren Vulkan nicht unter Kontrolle kriegen. Fast könnte man den Eindruck bekommen, dass sich überhaupt alles nur ums Geld dreht. Deshalb möchte Blogmouse an dieser Stelle etwas wirklich Wichtiges zum Vulkanausbrauch in Island sagen. Erstens:  Schön, dass kein Isländer dabei ernsthaft zu Schaden gekommen ist. Zweitens: Schön, wie das aussieht, der Abendhimmel, von meinem Balkon, der genau Richtung Island schaut.</p>
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		<title>Beppe Bigazzi, Katzenfreund</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Feb 2010 21:01:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>goofy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mann beißt Hund]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt viele Gründe, einem Menschen seinen Arbeitsplatz zu kündigen. Lebensmittel eignen sich gut dafür. Übrig gebliebene Maultaschen, Kekse aus dem Konferenzraum, Frikadellen und was der Kühlschrank so hergibt. Nun gehören auch Katzen dazu.

Beppe Bigazzi kocht bei dem italienischen Fernsehsender RAI Uno. Immer Mittags. Er ist 77 Jahre alt, kein Koch, sondern ausgebildeter Politologe und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt viele Gründe, einem Menschen seinen Arbeitsplatz zu kündigen. Lebensmittel eignen sich gut dafür. Übrig gebliebene Maultaschen, Kekse aus dem Konferenzraum, Frikadellen und was der Kühlschrank so hergibt. Nun gehören auch Katzen dazu.<br />
<span id="more-516"></span><br />
Beppe Bigazzi kocht bei dem italienischen Fernsehsender RAI Uno. Immer Mittags. Er ist 77 Jahre alt, kein Koch, sondern ausgebildeter Politologe und war Banker. Ein Mann, wie ihn die heutige Unternehmenswelt verlangt: Gut ausgebildet, massenhaft Lebenserfahrung, aber von dem, mit dem er sein Geld verdient, keine Ahnung.<br />
Nun hat er eine Katze gekocht. Im Fernsehen. Jeder konnte zusehen. Die Katze also zunächst drei Tage in Quellwasser eingelegt. Gut, offensichtlich kein Fastfood.  Man fragt sich allerdings: Wo bekommt man Quellwasser? Katzen gibt es ja an jeder Ecke. Aber Quellwasser? Und: Geht auch nördlich der Alpen zu Tale stürzendes Quellwasser? Notfalls Stilles Mineralwasser? Pellegrino? Oder lieber Fachinger? Fragen über Fragen. Leider können wir hier nicht RAI Uno empfangen.<br />
Wie gesagt, Katze wäre kein Problem. Wir kennen hier diverse Katzen, die genug auf dem Kerbholz haben, dass wir ihnen den Hals…<br />
Lassen wir das. Beppe tut uns nicht leid, in seinem Alter sollte man Wichtigeres zu tun haben als kleine Raubtiere im Kochtopf zu baden.<br />
Aber interessant sind die Reaktionen, z. B. diese hier: </p>
<blockquote><p>Es ist nicht das erste Mal, dass Bigazzi sich daneben benimmt. Er denkt, er sei geistreich, dabei ist er nur ein Kretin.</p></blockquote>
<p>Das sagte Carla Rocchi, die Vorsitzende des italienischen Tierschutzverbandes Enpa. Aber sie sagte auch: </p>
<blockquote><p>Jeder Mensch qualifiziert sich durch das, was er sagt.</p></blockquote>
<p>Gut, wir wissen nicht, ob Beppe sich für geistreich hält. Und was Frau Rocchi qualitativ sagte, wissen wir ja nun. Aber dann erweiterte Frau Rocchi ihre Denkprozesse:</p>
<blockquote><p>In unseren Breitengraden isst man seinen besten Freund und Lebenspartner nicht einfach auf – und damit basta.</p></blockquote>
<p>Ach so. Frau Rocchi hat offensichtlich nicht kapiert, dass es hier um Katzen geht. Aus menschlicher Sicht ist das nicht mehr als Schwein (Deutschland, Frankreich, Italien usw.), Rind (Deutschland, Frankreich, Italien usw.), Pferd (Frankreich, Italien, nicht: Deutschland!, Hund (Korea, China und weiß Gott wo), Kabeljau (Europa komplett, Asien komplett), Teichschwein, äh: Karpfen (nur Geduldige weltweit) – mit anderen Worten: Die Menschen essen überall, was sie kriegen können. Wir wissen ja, dass es Italien schlecht geht.<br />
Aber: Bester Freund? Lebenspartner? Frau Rocchi, das lässt ja tief blicken. Komplett enttäuscht von der Menschheit?<br />
Noch was, Herr Beppe: Wir lesen hier, dass ihre Sendung immer um 12 Uhr beginnt. Nun ja nicht mehr. Wäre wirklich besser gewesen, sie hätte um 11 Uhr begonnen. Wir hätten dann noch die Zeit gehabt, die Katze zu jagen und…<br />
Wenn’s doch besser als Huhn und Karnickel sein soll. Und Mittagessen gibt&#8217;s hier um 12.</p>
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		<title>Bier ist ein besonderer Saft</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Jan 2010 21:49:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>goofy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mann beißt Hund]]></category>

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		<description><![CDATA[Der folgende Artikel wird in der ICH-Form erzählt, weil es hier PERSÖNLICH wird. Es geht um Bier. Davon verstehen wir alle was. Wir sind mehr als die Fußball-Fans, denn es gibt Biertrinker, die Fußball blöd finden. Es gibt aber kaum Fußball-Fans, die Bier blöd finden. Hier aber will ich erklären, wie das kommt, und was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der folgende Artikel wird in der ICH-Form erzählt, weil es hier PERSÖNLICH wird. Es geht um Bier. Davon verstehen wir alle was. Wir sind mehr als die Fußball-Fans, denn es gibt Biertrinker, die Fußball blöd finden. Es gibt aber kaum Fußball-Fans, die Bier blöd finden. Hier aber will ich erklären, wie das kommt, und was es mit dem Bier auf sich hat.</p>
<p><span id="more-465"></span></p>
<p>Als Sie ganz klein waren, mochten Sie Bier nicht. Ab und an durften Sie mal den Finger in Vadderns Glas stecken, ablecken – brrrr…ist das bitter! Hat sich später gelegt. Es sei denn, Sie sind ein Mädchen. Mädchen mögen Bier noch weniger als Jungen. Bei manchen Mädchen, erst mal Frau, legt sich das auch, aber längst nicht bei allen – klammern sich lieber an ihren Weißherbst.<br />
Bier hat den Vorteil, dass man relativ viel davon trinken kann. Jedenfalls in jungen Jahren; später legt sich auch das. Bier hat den Nachteil, dass man nicht jedes trinken kann; bei Wasser, O-Saft und Milch ist das nicht so.<br />
Die meisten Menschen trinken am liebsten das Bier aus der Gegend, in der sie aufgewachsen sind – also das aus der Heimat. Später lernen sie alle möglichen Biere kennen, aber zuhause schmeckt eben das Bier von zuhause auch am besten. Ich zum Beispiel bin in Braunschweig aufgewachsen – also schmeckt mir Feldschlösschen und Wolters am besten; früher noch besser Gala, aber das gibt es nicht mehr. Bei der Bundeswehr – allerdings zu Zeiten, als es noch eine richtige Wehrpflicht gab und der Feind im Harz Hasseröder trank -, war die erste Frage der Norditaliener, wie in Lüneburg die Kameraden aus Bochum oder Kamen genannt wurden: »Gibt es hier denn kein Veltins?« Nee, hier gib&#8217;s nur Bitterbier aus&#8217;m Norden. Oder man hatte Geld und konnte sich die teuren Pilse von Königs, Bit oder Warsteiner leisten. Obwohl – in Bundeswehr-Kantinen waren die eigentlich nicht üblich.<br />
Also trank man, was man bekam: Zum Beispiel Radeberger. Gab es bei Aldi. Schmeckte hervorragend. Wo kommt das denn her? Ah … grübel, grübel … aus der DDR. Nee, die Kommunisten wollen wir nicht unterstützen. Trinken wir nicht. Aldi hat vermutlich trotzdem Hektoliter um Hektoliter davon verkauft.<br />
Man trinkt – noch einmal &#8211; das, was man zuhause hat. In Berlin zum Beispiel Schultheiß. Schmeckt zwar nicht – trotzdem. Soviel Lokalpatriotismus muss sein. Vom Fass, wenn es gut läuft, ist es ja auch nicht ganz so schlimm. VEB Engelhard – so lala. Berliner Kindl – bekomme ich immer Kopfschmerzen von, selbst von einer einzigen 0,3, vom alkoholfreien sogar üble Nachtmahre, das Wort »Alptraum« reicht dafür nicht. Dortmunder trinken am liebsten Union – vielleicht, weil die Brunnen angeblich unter den Dortmunder Friedhöfen liegen. Möge die Kraft der Ahnen auf uns übergehen, Bier wird es richten! Ein Saarländer ohne Karlsberg-Urquell-Flasche in der Hand ist ein Krüppel. Glauben manche Zeitgenossen an der Saar jedenfalls. Obwohl: Wenn sie, die Saarländer, einem Kumpel oder einer Kumpelin  mitteilen möchten, dass er oder sie O-Beine hat, nehmen sie ihn oder sie beiseite und fragen diskret: »Bist du Fass-Zureiter bei Neufang?«  Neufang ist der Name einer der örtlichen Bauereien.<br />
So gäbe es noch viele Geschichten zu erzählen.<br />
Manche Entwicklungen natürlich verstören den gewissenhaften Biertrinker. Warum, zum Beispiel, muss man, wenn man Techno-Musik liebt, dazu Becks Bier trinken? Es reicht doch, wenn die Musik irgendwie komisch ist. Oder: Warum ist Bier aus Mexiko so beliebt? Da haben die vom deutschen Reinheitsgebot doch noch nie ein Wörtchen gehört. An meinen Körper jedenfalls lasse ich nur Wasser, Gerste und Hefe. Andererseits: Im Bier sollen angeblich zig-Tausend Inhaltsstoffe schweben. Von denen man noch nicht einmal die Hälfte – also immer noch zig-Tausend – kennt. Was, wenn davon ein oder zwei extrem ungesund sind? Lassen wir dann das Biertrinken sein? Lieber nicht, kann ja sein, dass ein oder zwei superextrem gesund sind.<br />
Bei all dem frage ich mich, warum für Bier noch Werbung gemacht wird. Und man dann zu seltsamen Koppelgeschäften eingeladen wird. Etwa: Wenn Du einen Kasten von diesem Gerstensaft kaufst, retten wir – die Brauerei &#8211; dafür soundsoviel Quadratmeter Urwald. Ich bin dann zwar ein guter Mensch, wenn ich immer sturzbetrunken im Sessel hänge – aber gibt es so viele Deutsche, dass dadurch der Regenwald komplett gerettet werden kann? Wir müssen ja noch ein paar Mädchen herausrechnen. </p>
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		<title>Glaubt an die Göttin!!!</title>
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		<pubDate>Thu, 31 Dec 2009 23:03:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>goofy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mann beißt Hund]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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Prominente 2010 &#8211; noch ohne klare Sicht


Spiegel Online, das Medium für die, die die BILD-Zeitung aufgrund Sozialisation aus Prinzip nicht kaufen, aber trotzdem jeden Scheiß (sorry!) lesen wollen, das Leib- und Magen-Medium von Blogmouse, hat eine Umfrage gemacht. Unter »Prominenten« &#8211; was auch immer das sein soll. SPON hat immerhin 30 Prominente gefunden. Ein paar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_450" class="wp-caption inmage left" style="width: 295px;">
<dt class="wp-caption-dt"><img class="image left size-full wp-image-450" style="border: 1px solid black;" title="Bekannte" src="http://www.blogmouse.de/wp-content/uploads/2010/01/Bekannte.jpg" alt="Bekannte" width="285" height="332" /></dt>
<h5>Prominente 2010 &#8211; noch ohne klare Sicht</h5>
</dl>
</div>
<p>Spiegel Online, das Medium für die, die die BILD-Zeitung aufgrund Sozialisation aus Prinzip nicht kaufen, aber trotzdem jeden Scheiß (sorry!) lesen wollen, das Leib- und Magen-Medium von Blogmouse, hat eine Umfrage gemacht. Unter »Prominenten« &#8211; was auch immer das sein soll. SPON hat immerhin 30 Prominente gefunden. Ein paar von meinen Lieblingsprominenten sind zwar nicht dabei (Heh! Josef! Keine Lust gehabt? Oder musste in der Schweizer – ach nein, Deutschen Bank, endlich mal gefegt werden? Käpt’n Nuss! Ähhh…Herr Sinn! Erstmals nichts eingefallen? Frau Will! Noch immer Urlaub? Oder vielleicht auch ausgebrannt? Annette! Etwa Weihnachts-Exercitien in Nowodettelssibirsk?)</p>
<p><span id="more-446"></span></p>
<p>Egal. Gehen wir mal die 30 Prominenten durch – oder besser: Deren Antworten auf die Frage: »Was sich 2010 ändern muss«.</p>
<p>1. Peter Gauweiler (CSU-Mitglied …ja, gut, wenn man sonst gesund ist) wünscht sich Liebe zu Bayern. Sollen die Bayern selbst machen. Oder können Sie sich vorstellen, dass Herr Wowereit sagt: Liebe zu Berlin, 6500 Tonnen Hundescheiße jährlich inbegriffen?</p>
<p>2. Uschi Glas (Schauspielerin. Hmm). Ich muss mich immer prügeln, wenn ich daran denke, dass sie mal in May Spils Film mitgemacht hat. Aber: Frau Schätzchen Glas glaubt an den Klapperstorch…ähh, an Frau Merkel. Damit befindet sie sich in interessanter Gesellschaft, wie wir noch sehen werden.</p>
<p>3. Jürgen Tautz (Professor am Biozentrum der Universität Würzburg; keine Ahnung, was das heißt – Bio kommt von Bios, altgriechisch für LEBEN – sind sie woanders schon tot?) hat die Gehirne in Deutschland gewogen und kommt auf 100 000 Tonnen. Keine Ahnung, welche er da gewogen hat. Herr Westerwelle! Waren Sie beim Wiegetermin von Herrn Professor Tautz? Lese, lese … Altersklassen, Bildungsherkünfte (na ja, ist eben kein Germanist), Bürokratie, Ressourcen, Bildungs- und Forschungsfront … ja, Herr Professor, haben Sie da etwa abgeschrieben? Das steht doch heute in jedem Anzeigenblatt. Ah, ich verstehe, die Zeit-Ressource im Biozentrum ist knapp. Da muss man die Schablonen bemühen.</p>
<p>4. Frau Süssmuth (ehemalige Bundestagspräsidentin und Frauenministerin, als die Frauen noch Schw…Ministerinnen hatten). Ah, ja Frau Merkel – nennen wir sie ab jetzt Göttin, soll die alte Form wieder bekommen – wäre nichts gegen einzuwenden -, aber soll man deswegen an Geister glauben? Glauben Sie, Frau Süssmuth, an Geister? Falls ja: Gut, dass Sie schon in Pension sind.</p>
<p>5. Miodrag Stojkovic (Stammzellenforscher), wünscht sich, dass »kinderlose Patienten in Deutschland die gleichen Chancen bekommen, schwanger zu werden wie selbige aus Belgien, Holland, Dänemark oder England.« Lassen wir mal das eigentümliche Deutsch beiseite – das geht allemal auf das Konto der Redakteure bei SPON – dann muss ich doch mal feststellen: Schwanger werden nicht Patienten, sondern  Frauen. Oder nicht. Daran sind sie oft – sagen wir: zu 50% &#8211; nicht verantwortlich. Sondern im gleichen Maß der Mann. Aber warum machen Sie, Herr Stojkovic, diesen sentimentalen Schlenker, wenn es Ihnen eigentlich um die Forschung an embryonalen Stammzellen geht, die in der Bundesrepublik Deutschland eben per Gesetz verboten ist. Schmeißen Sie Ihre Reagenzgläser weg und gehen Sie in eine Partei.</p>
<p>6. Lothar Späth (ehemaliger Ministerpräsident von Baden Württemberg und Geschäftsführer der Jenoptik GmbH; Jena … jaja, der Wilde Osten – von Berlin aus aber eigentlich mehr westlich). Sehr sympathisch – wünscht sich nichts. Glaubt aber trotzdem an die Göttin. Und, mal wieder Traumschiff gefahren? Nein? Ist eh’ nicht mehr modern, lesen Sie Wallace. Neulich habe ich ein ganz neues gesehen, sah aus wie ein Plattenbau mit Schiff unten dran. Hätten Sie sich wie zuhause fühlen können.</p>
<p>7. Cem Özdemir (Parteichef von Bündnis90/Die Grünen). Im ersten Moment dachte ich, ich hätte Ihre Frau Großmutter vor mir – aber die hätte nie solche Koteletten getragen; ja, doch, doch, sieht fast aus wie bei Herrn Hegel… Spaß beiseite. Noch ein Göttin-Gläubiger. Ansonsten gute, haltbare Schablonen: Klimaschutz, ökologische Modernisierung (natürlich mit der Möglichkeit, 11 % davon je Jahr auf die Miete umlegen zu können, nur so als Beispiel), sehr gutes Bildungs- und Kinderbetreuungssystem – hat etwa die Gattin gedroht, Ihnen ein Kinderbetreuungsjahr abzuverlangen?</p>
<p>8. Michael Gehrmann (Bundesvorsitzender des Verkehrsclubs Deutschland e.V.). Glaubt an die Göttin. Schablonen (Klima, CO2 usw.) lassen wir mal beiseite. Aber interessant, dass er für einen klimafreundlichen Radverkehr eintritt. Mir als Radfahrer (vier Fahrräder) würde schon das gesicherte Überleben im Radverkehr genügen. Also, Herr Gehrmann, schaffen Sie Ihre Karre ab und kaufen sich ein Fahrrad. Hat Herr Röttgen auch gemacht – ob es das erste in seinem Leben war, wissen wir hier nicht. Beim Radfahren denken Sie bitte nicht zuviel an das Klima und an CO2 – der Tod kommt von links (chinesische Fahrlehrer-Weisheit).</p>
<p>9. Axel Meyer (Professor für Zoologie und Evolutionsbiologie an der Uni Konstanz). Ach, Herr Professor, wir wussten gar nicht, dass Sie Ihr Gehalt als zu gering empfinden. Aber was kriegen Sie denn? Nur C4? Oder wie das heute heißt. Sollte man eigentlich, zumal als Beamter auf Lebenszeit, mit hinkommen. Aber ganz klar: Die Unis bilden viel zu viele aus, die eben nie, nie, nie C4-Prof werden – und die bekommen wenig oder werden rausgeekelt. Dass Sie dann noch etwas Persönliches rauslassen – was soll der Kram mit dem Vaterschaftstest? – egal, Wünsche sind ja frei. Insgesamt: Sie finden, dass Sie zu wenig Geld kriegen, um selbst gut leben zu können und ihre Ex-Familie adäquat unterstützen zu können, die Waldorf-Schule kostet. Sagen Sie es doch gleich.</p>
<p>10. Thomas Metzinger (Professor am Philosophischen Seminar der Johannes-Gutenberg-Universität). Es gibt doch recht viele prominente Professoren in Deutschland. Von dem hier habe ich zwar noch nie etwas gehört, aber das liegt wohl mehr an mir.  Dieser hier jedenfalls weiß, was eine Regierung machen sollte. Vor allem: Uns, das Volk (FDP-Anhänger? Herr Professor?), nicht anlügen. Hat ja noch keine Regierung je gemacht. Oder? Elfenbeinturm zu hoch? Zu abgelegen? Naja, reicht ja vielleicht, im dicken Kaffeesatz zu lesen – Klimawandel kommt mit Sicherheit mit mehr als zwei Grad, es wird weitere Krisen geben, traditionelles Menschenbild nicht mehr haltbar, Psycho, Neuro. Mörder einfach nicht mehr einsperren, können nichts dafür, sind Opfer ihrer Eiweißverbindungen, werden ja nicht gerade Philosophie-Professoren als nächstes Objekt suchen. Hat schon seinen Sinn, dass der Elfenbeinturm so weit weg ist.</p>
<p>11. Mario Adorf (Schauspieler und Autor, also Beruf und Hobby). Erwartet von Politikern – auch von der Göttin? – Mut!. Sagen Sie mal, Herr Adorf: Kennen Sie eigentlich die Worte »Sachzwänge«, »systemisch« und »ohne Alternative«? Wozu brauchen Sie da noch Mut?</p>
<p>12. Kurt Beck (Ministerpräsident Rheinland-Pfalz). Glaubt an die Göttin. Seit neuerdings. Früher nicht.</p>
<p>13. Renate Künast (Vorsitzende der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen). Glaubt an die Göttin. Kennt sich seit neuerdings mit »Zeit« aus. Hätten Sie seinerzeit mal Herrn Schröder zubrüllen sollen.</p>
<p>14.  Karl Born (Tourismusexperte). Glaubt an die Regierung, also den Olymp. Ansonsten: Zu lange am Ballermann in der Sonne gebraten? Soll das weiterhin so billig bleiben? Und das CO2 von den Billigfliegern? Und sollten hier eigentlich nicht nur Prominente gefragt werden?</p>
<p>15. Hans-Peter Keitel (BDI-Präsident). Hat drei Fragen, auf die er eine Antwort erwartet; sagt aber nicht, von wem. Jedenfalls nicht von der Göttin. Wie ich allerdings seine Forderung verstehen soll, dass Deutschland Industrieland bleiben soll, ist mir nicht so ganz klar: Sonst wird doch immer gesagt, dass Deutschland keine Rohstoffe hat, außer den 100 000 Tonnen Gehirn (siehe 3.) Kann man daraus schönere Opels bauen?</p>
<p>16. Alfred Grosser (Politologe und Publizist). Glaubt an die Göttin – obwohl er es aufgrund seiner Lebenserfahrung eigentlich besser wissen müsste. Zu welchem Zeitpunkt WAR die Göttin denn gegen FDP, Herrn Schäuble, Frau Steinbach oder die israelische Regierung jemals HART? Na, sehen Sie, Herr Grosser: Wie soll die Göttin es denn dann BLEIBEN. Ich bekomme da immer ungebeten ganz klare E-Mails…</p>
<p>17. Katrin Göring-Eckhardt (grüne Vizepräsidentin des Bundestags [SPON]; aha, deshalb die komische Gesichtsfarbe). Glaubt an die Göttin. Schablonen frisch geputzt (CO2, Ökonomie des Genug). Ansonsten wirklich gut: Ich wüsste auch gern, was die Göttin eigentlich vorhat. Und was die CDU, die FDP, die SPD, die Bündnis90/die Grünen, die Linken, die ARD, das ZDF, die DB, der ADAC, der BDI … eigentlich vorhaben.</p>
<p>18. Arved Fuchs (Abenteurer; sind wir das ein wenig nicht alle? Nein? Na, dann fahren Sie mal in Berlin 60 Minuten Fahrrad, Herr Gehrmann [Punkt 8] fährt vor.) Schon wieder Front; ja, wir sind halt Deutsche. Wenige Schablonen (Klimawandel, Risiken als Chancen begreifen), dafür gut geputzt. Pioniergeist ist gut – war doch im Wilden Westen auch so. Noch was, Herr Fuchs, setzen Sie sich doch mal mit Herrn Kuranyi in Verbindung, der hat einen guten Barbier.</p>
<p>19. Gernot Erler (Stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion und ehemaliger Staatsminister im Auswärtigen Amt; kennt Herrn Kuranyi, aber wohl nicht dessen Barbier). Glaubt an die Göttin. Versucht, sich den Gang der Evolution zu erklären. Das scheint nicht gut zu gehen: Er verbindet »aufrechten Gang« mit »Regieren«. Herr Professor Metzinger, könnten Sie Herrn Erler nicht mal aufklären? Von wegen Psycho und Neuro?</p>
<p>20. Claudia Roth (Schulsprecherin … ähh, Grünen-Chefin). Glaubt an die Göttin. Schablonen (Klimaschutz, Nachhaltigkeit) frisch geputzt. Das da an der Nase … ach so, Sie wollen nicht zum Barbier von Herrn Kuranyi.</p>
<p>21. Frank Bsirske (Vorsitzender der Vereinigten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di). Scheint nicht an die Göttin zu glauben. Hat aber vom jüngsten Volontär der ver.di-Presseabteilung die Schablonen (Bildung, Klimaschutz, Infrastruktur, Inlandsnachfrage, Wirtschaftswachstum) heraussuchen und gut putzen lassen. Was in aller Welt aber ist »Dienstleistungsforschung«? Und warum muss die ausgebaut werden? Vielleicht im Rahmen eines Dienstleistungsforschungsausbauungsbeschleunigungsgesetzes? Sollte man nicht lieber dem Volontär die Ohren lang ziehen? Dass er nicht gemerkt hat, dass es Worte wie Dienstleistungsforschung eigentlich nicht gibt? Ja, sicher, Sie können nicht alles lesen, was Sie veröffentlichen&#8230;</p>
<p>22. Klaus Bölling (ehemaliger Regierungssprecher). Glaubt an die Göttin. Man fragt sich nur, wie er auf die Idee kommt, dass ausgerechnet im Dekolletee .. Tschuldigung, in der Brust der Göttin »so etwas wie sozialdemokratischer Instinkt« steckt. War doch weiß Gott genug zu sehen. Instinkt, ganz gleich welcher, jedenfalls nicht.</p>
<p>23. Thilo Bode (Chef der [selbst ernannten] Verbraucherschutzorganisation Foodwatch). Glaubt an die Göttin. Hellseher, der jetzt schon weiß, dass die Demokratie Schaden genommen haben wird, wenn … fragen Sie Herrn Bode. Mich würde eher interessieren, warum es Instant-Gemüsebrühe gibt, deren Fettanteil sich erst ab ca. 45 Grad Celsius – da stecken Sie Ihre Finger nicht rein, Herr Bode, das dachte ich mir schon  – langsam dazu bequemt, sich aufzulösen. Herr Bode, könnten Sie da mal watchen??? Die Geschmacksverstärker in dem Zeug habe ich schon selbst gefunden.</p>
<p>24. Josef Schlarmann (Bundesvorsitzender der CDU-Mittelstandsvereinigung; sagen Sie mal, SPON: Gibt es hier so wenig Prominente? Warum fragen Sie eigentlich nicht Herrn Kreisfahrer Michael Schumacher? Oder wenigstens Paris Hilton? Lukas Podolski?). Glaubt nur indirekt an die Göttin, aber immerhin an den Olymp. Wünscht sich eine Wundertüte. Greifen wir mal heraus: Beseitigung des Mindestlohns bei Postdienstleistern. Ich wäre ja eher dafür, dass Verfechter von Geschäftsmodellen, die nur dann funktionieren, wenn andere Unternehmer via Steuern und Versicherungsbeiträgen diese quer &#8211; also direkt &#8211; subventionieren müssen, beseitigt, in diesem Fall also zu Postboten umgeschult werden. Und, Herr Schlarmann: Ist man mit 70 nicht eigentlich schon seit fünf Jahren auf Rente? Nie eingezahlt? Immer unter Mindestlohn bekommen? Noch ein bisschen Post austragen?</p>
<p>25. Thea Dorn (Schriftstellerin und Epidemische). Gut geklaut. Lincolns Idee mit dem Bier ist mir sympathisch. Aber warum sind Sie, Frau Dorn, eigentlich nicht für die Gratis-Abgabe von Haarfärbemitteln? Müsste Ihnen doch irgendwie näher liegen? Außerdem: Das mit dem Volk ist so eine Sache. Sehen Sie mal in Ihren Plötz. Braucht unglaublich Raum. Konnte Lincoln nicht ahnen.</p>
<p>26. Ralf Husman (Drehbuchautor und Producer von Brainpool). In der Wikipedia lese ich außerdem, dass Sie »Headwriter« von irgendwas Wichtigem sind. Daraus schließe ich, dass Sie zum Schreiben Ihren Kopf gebrauchen; stimmt doch, oder? Wir machen das hier auch so. Uns fällt aber mehr ein als Ihnen. Mir zum Beispiel: Haben Sie eigentlich bei der Gehirn-Wiegeaktion von Herrn Tautz mitgemacht? Und dann hier bei dieser Promi-Aktion bei SPON? Ach, so, ich verstehe… Halt, halt, noch was: Brainpool &#8211; ist das die Gehirnwiegefirma von Herrn Tautz? Haben Sie da eigentlich viel zu tun?</p>
<p>27. Sven Regener (Musiker und Schriftsteller; so rum wird ein Schuh draus). Scheint weder an Göttin noch Olymp zu glauben. Wünscht sich, dass sich das Wetter ändert (wir setzen hier einfach mal voraus: Natürlich zum Besseren). Damit befindet er sich in guter Gesellschaft (Napoleon Bonaparte, Jörg Kachelmann, Otto Normalverbraucher).  Und da ist ja endlich auch mal eine Antwort, die jeder versteht. Vielleicht nicht gerade die 26 Vorgänger. Man könnte allerdings auf die Idee kommen, dass Regener sich in Schöneberg Palmen vor seinem Fenster wünscht. Und deshalb nichts gegen die Ärrderrrwärrrmunng hat. Ja, Herr Regener: Gut Ding will Weile haben.</p>
<p>28. Felix Sturm (Boxweltmeister). Scheint weder an Göttin noch Olymp zu glauben. Hat aber ein »persönliches Gefühl«, was für einen Boxweltmeister natürlich misslich ist. Ansonsten ist er mit seiner »bosnischen Herkunft« noch nie auf Fremdenfeindlichkeit gestoßen. Danach hatte ihn zwar niemand gefragt. Aber vielleicht verkehrt er ja einfach in den falschen Kreisen? Blogmouse könnte ihm ein paar Orte nennen, wo er gratis hochmotivierte Sparringspartner bekommt.</p>
<p>29. Bernd Hoffmann (Vorstandvorsitzender des Hamburger Sportvereins). Scheint weder an Göttin noch Olymp zu glauben. Herr Hoffmann weiß, dass wir »mehr Rücksicht und Respekt« brauchen. Das sagt er jedes Wochenende den Balltretern seines Vereins, aber die wollen einfach nicht hören. Apropos, Herr Hoffmann, von wegen »jeder hat die Möglichkeit, in seinem direkten Umfeld etwas zu verändern«: Wann haben Sie eigentlich zum letzten Mal den Mülleimer zur Tonne getragen?</p>
<p>30. Marcel Wüst (ehemaliger Radprofi). Ja klar, anpacken, nicht quasseln. Hätten Sie ja eigentlich Gewichtheber werden müssen und nicht Radprofi mit anschließender Laber-Karriere im Sportfernsehen. Und dass Sie uns hier zuhören – das glauben wir schon gleich gar nicht. Trotzdem bleiben wir gelassen.</p>
<p>Das Vorstehende ist natürlich alles Satire. Alles nur Spaß. Nichts für ungut. Nicht böse sein. Wir machen es auch garantiert wieder.</p>
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		<title>Deutschland trotzt der Schweinekrise</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Dec 2009 21:56:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>karli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mann beißt Hund]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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Sozialer Abstieg extrem: Vom Glücksbringer zum Seuchenherd. Schweine müssen raus, Galeria Kaufhof, Leipzig


Fest etabliert im nachweihnachtlichen Brauchtum sind mittlerweile die großangelegten Umtausch- und Rückgabeaktionen, die den Geschäften auch in der Zeit »zwischen den Jahren« volle Häuser bescheren. Da werden Kleidungsstücke umgetauscht, die nicht passen, Schmuckstücke retourniert, die nicht gefallen, oder Bücher, die bereits vorhanden. Oder [...]]]></description>
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<dl id="attachment_418" class="wp-caption image left" style="width: 300px;">
<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-medium wp-image-418" style="border 1px solid black;" title="schwein" src="http://www.blogmouse.de/wp-content/uploads/2009/12/schwein2009.jpg" alt="Sozialer Abstieg extrem: Vom Glücksbringer zum Seuchenherd. Schweine müssen raus, Galeria Kaufhof, Leipzig" width="300" height="200" /></dt>
<h5>Sozialer Abstieg extrem: Vom Glücksbringer zum Seuchenherd. Schweine müssen raus, Galeria Kaufhof, Leipzig</h5>
</dl>
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<p>Fest etabliert im nachweihnachtlichen Brauchtum sind mittlerweile die großangelegten Umtausch- und Rückgabeaktionen, die den Geschäften auch in der Zeit »zwischen den Jahren« volle Häuser bescheren. Da werden Kleidungsstücke umgetauscht, die nicht passen, Schmuckstücke retourniert, die nicht gefallen, oder Bücher, die bereits vorhanden. Oder man hat einfach festgestellt, dass man einen angeschafften Gegenstand eben doch nicht braucht. Hand auf&#8217;s Herz &#8212; wer hätte sich nicht schon einmal verkauft? Und gerade in Zeiten der Krise hat doch keiner Lust, auf solcher Ware sitzen zu bleiben! Schon gar nicht die hochverschuldeten Bundesländer.</p>
<p><span id="more-417"></span></p>
<p>Die haben schon im Sommer angefangen, für ihre Landeskinder Impfdosen zum Schutz gegen die Schweinegrippe zu bestellen. Irgendwie war die Schweinegrippe aber &#8212; emotional wie epidemiologisch &#8212; ein Rohrkrepierer, wenn man es mal mit Rinderwahn oder Vogelgrippe vergleicht. Sei es, weil die Seuche selbst sich eher zahm verhielt oder weil die Angstrezeptoren der Landeskinder bereits anderweitig besetzt waren oder weil das Schwein als Tier und die Grippe als Krankheit zu gewöhnlich schienen &#8212; jedenfalls war die Impfbereitschaft sozusagen unter aller Sau. Wie SPon meldet, haben sich bisher nur 5 bis 6 Prozent aller Bürger impfen lassen. Und so wurde aus der angekündigten Schweinegrippe eine Schweinekrise, die auf die vielen anderen Krisen des Jahres 2009 noch oben drauf kommt. Verständlich, dass die Bundesländer die unnütze Anschaffung nun gereut und sie den Kaufvertrag mit dem Hersteller GlaxoSmithKline gern stornieren möchten. Blogmouse ist gespannt, ob das gelingt.</p>
<p>Falls der Staat bzw. die Länder auf der gutgemeinten, aber sinnlosen Anschaffung sitzen bleiben, zahlt das am Ende der Steuerzahler. Blogmouse zahlt Steuern. Hätten sich die Bürger wie gedacht impfen lassen, hätten die Krankenkassen für die Kosten aufkommen müssen. Also die Beitragszahler. Blogmouse zahlt nicht nur Steuern sondern auch fleißig Beiträge in eine gesetzliche Krankenversicherung und ist deshalb in der persönlichen Impfentscheidung völlig frei von finanziellen Erwägungen. Am besten wäre es natürlich, wenn jemand ganz anderes das Zeug bezahlen würde. Beispielsweise Moldawier, Mazedonier, Kosovoer, Albanier, Mongolen oder Ukrainer. Die haben bereits ein gewisses Interesse an den deutschen Impfstoffreserven gezeigt, wollen diese aber am liebsten als Entwicklungshilfe, also vermutlich geschenkt. Ja wie? Haben die noch nicht gemerkt, das wir hier Krise haben?</p>
<p>Bleibt wohl nur die Hoffnung, dass sich GlaxoSmithKline kulant zeigt. Vielleicht kann man ja den Schweinegrippe-Impfstoff gegen etwas Brauchbareres umtauschen? Oder chemisch umwandeln und bis zur nächsten Seuche einlagern? Oder etwas gegen die eigentlichen Volkskrankheiten tun, wie Angst, Depression und Demenz. Wie gesagt, Blogmouse ist gespannt, ob das gelingt.</p>
<div id="_mcePaste" style="overflow: hidden; position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px;">Moldawien, Mazedonien, das Kosovo, Albanien, die Mongolei und die Ukraine</div>
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		<title>So schön war es noch nie</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Dec 2009 08:43:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>karli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mann beißt Hund]]></category>

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Hauskatze: Sehr dominanter Wildtyp, schöngefärbt


Zum Glück ist er endlich vorbei, der November. In diesem Jahr war es noch schlimmer als sonst: Depression auf allen Kanälen, Krieg, der neuerdings auch so genannt wird, und zuletzt noch Frau Schavan bei Anne Will. Konsequenterweise Weltuntergang, allerdings erst 2012. Selbstkritisch wie wir nun mal sind, müssen wir zugeben: auch [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-medium wp-image-334" style="border 1px solid black;" title="rosa-kiki" src="http://www.blogmouse.de/wp-content/uploads/2009/12/rosa-kiki2.jpg" alt="Hauskatze: Sehr dominanter Wildtyp, schöngefärbt" width="300" height="225" /></dt>
<h5>Hauskatze: Sehr dominanter Wildtyp, schöngefärbt</h5>
</dl>
</div>
<p>Zum Glück ist er endlich vorbei, der November. In diesem Jahr war es noch schlimmer als sonst: Depression auf allen Kanälen, Krieg, der neuerdings auch so genannt wird, und zuletzt noch Frau Schavan bei Anne Will. Konsequenterweise Weltuntergang, allerdings erst 2012. Selbstkritisch wie wir nun mal sind, müssen wir zugeben: auch auf Blogmouse (gestartet im traurigen Monat November!) wurde bisher verdammt viel gemeckert, befürchtet und beklagt.</p>
<p>Dabei könnte alles so schön sein. Was spricht dagegen, die Augen zu schließen (genauer gesagt: nach innen zu drehen) und die wahre Schönheit zu sehen, die bekanntlich von innen kommt? Nichts, vorausgesetzt, man beherrscht die hierfür notwendigen Techniken, die zusammengefasst als <strong><em>postmoderner Fünfkampf</em></strong> bezeichnet werden. Als da wären:</p>
<ul>
<li>Schönschreiben</li>
<li>Schönreden</li>
<li>Schönfärben</li>
<li>Schönrechnen</li>
<li>Schöner Denken</li>
</ul>
<p>Finden Sie heraus, in welcher Disziplin Ihre persönlichen Stärken liegen und wo Sie Ihre Persönlichkeit noch optimieren müssen!</p>
<p><span id="more-306"></span></p>
<p>Das Schöne am <strong><em>Schönschreiben</em></strong> ist, dass es noch einfacher ist als normales Schreiben. Und schon das kann ja heutzutage fast jeder. Anfänger nehmen bitte ein Blatt Papier (je nach Talent mit oder ohne Hilfslinien) und beginnen mit einer Reihe kleiner ell&#8217;s (Füllhalter wäre schön, aber nicht Bedingung). Sie werden sehen, diese Übung hat etwas Meditatives und bereitet Sie optimal auf komplexere Schönschreibtechniken vor.<br />
Schreiben Sie als nächstes E-Mails. Versuchen Sie dabei nicht, den Schöngeist hervorzukehren. Springen Sie über Ihren Schatten und schreiben Sie &#8220;Hallo zusammen&#8221;, &#8220;Liebe alle&#8221; oder &#8220;Guten Tag&#8221;. Nutzen Sie die Antwort-Funktion zur quasi-industriellen Herstellung von inversen Fortsetzungsromanen. Erfreuen Sie Ihre Kollegen mit &#8220;Mail an alle&#8221;.  Intrigieren Sie ruhig mal ein bisschen durch geschickte Wahl des Verteilers und durch Versenden von Blindkopien.<br />
E-Mails schreiben ist schön, aber bald wird Ihnen das nicht mehr genügen. Beginnen Sie dann mit dem Schreiben von Posts in einem Forum Ihrer Wahl. Oder besser in mehreren, denn dann können Sie prima auf Ihre eigenen Posts in anderen Foren verlinken. Wenn auch das nicht mehr reicht, brauchen Sie ein eigenes Blog <img src='http://www.blogmouse.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong><em>Schönreden</em></strong> ist schon etwas schwieriger. Nicht jeder kann es. Vermeiden Sie vor allem, tiefer über die Sache nachzudenken, die es schönzureden gilt. Anfängern hilft vielleicht die Vorstellung, dass es bei ihrer Schönrederei keine Zuhörer gibt oder dass die komplett verblödet sind. Erfahrene Schönredner (mindestens einer/eine immer sonntags bei Anne Will) brauchen solche Autosuggestionsmethoden nicht mehr. Sorgen Sie aber unbedingt dafür, dass Zuhörer stets Zuhörer bleiben und nicht etwa anfangen mitzureden. Mitredner sind des Schönredners Tod!</p>
<p>Wer erst einmal das Schönreden für sich entdeckt hat, findet sicher auch Freude am <em><strong>Schönfärben, </strong></em>einer eng verwandten Technik. Der gewünschte Effekt wird beim Schönfärben allerdings nicht durch Rhetorik erzielt, sondern durch das geschickte Weglassen von missliebigen Komponenten der Realität. Sie können sich das ruhig wie auf einer Mischpalette vorstellen. Alle Farben zusammen ergeben nun mal Grau, und so ähnlich ist es auch mit der Realität.</p>
<p><em><strong>Schönrechnen</strong></em> ist kein Bestandteil der höheren Mathematik. Sie müssen nicht mal unbedingt die Grundrechenarten beherrschen; hilfreich ist dagegen der sichere Umgang mit Excel. Das fröhliche Spiel mit den Zahlen wird Ihnen viele schöne Stunden bescheren, und zwar umso mehr, je weniger sie das Spiel durchschauen. Für Mathematiker ist eine Schönrechenaufgabe ein lineares Gleichungssystem mit mehr Gleichungen als Unbekannten. Na und?! Hüten Sie sich vor diesen Spaßverderbern!</p>
<p><strong><em>Schöner Denken</em></strong> ist selbstverständlich die Königsdisziplin des postmodernen Fünfkampfs. Wie Sie wahrscheinlich schon vermutet haben, ist Denken bei den vier anderen Disziplinen eher hinderlich und sollte deshalb nach Möglichkeit wenigstens partiell ausgeschaltet werden. Schöner Denken ist dagegen ohne Denken gar nicht denkbar. Der Trick beim Schöner Denken besteht darin, zwar zu denken (durchaus tiefschürfend, wer will und kann), aber die Gedanken so zu separieren, dass die Schönheit des Gesamtbildes nicht durch leidige Schlussfolgerungen gemindert wird. Schöner Denken wird zur Perfektion gebracht, wenn es gelingt, jeden einzelnen Gedanken in eine winzig kleine Raum-Zeit-Blase zu packen. Die kleinen Blasen steigen dann auf wie in einem Glas Sprudelwasser, was dem Schöner Denkenden ein irgendwie prickelndes Image verleiht. Der Effekt hält aber nicht lange an.</p>
<p>Insgesamt gilt für den postmodernen Fünfkampf wie für jede andere Sportart, dass sich das einmal erreichte Leistungsniveau nur durch permanentes Training aufrecht erhalten lässt. Aber Sie werden sehen &#8212; wer einmal anfängt, mag sowieso kaum wieder aufhören.</p>
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		<title>Beste CD aller Zeiten gespült</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Nov 2009 15:51:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>goofy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mann beißt Hund]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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Ins Regal gespült: Beste CDs aller Zeiten


Wer sein Metier beherrscht, hat eigentlich nur einen Feind: die Routine. Man kennt jeden Handgriff, weiß, was man zu tun hat und lässt die Gedanken schweifen. Das ist bei Arbeiten wie Rasen mähen, Wände anstreichen, Bügeln oder Abwaschen hilfreich. Bei Ärzten, Lehrern oder Autofahrern kann Routine gefährlich werden, schadet [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-medium wp-image-223" style="border 1px solid black;" title="CDAllZeit" src="http://www.blogmouse.de/wp-content/uploads/2009/11/CDAllZeit-225x300.jpg" alt="Ins Regal gespült: Beste CDs aller Zeiten" width="225" height="300" /></dt>
<h5>Ins Regal gespült: Beste CDs aller Zeiten</h5>
</dl>
</div>
<p>Wer sein Metier beherrscht, hat eigentlich nur einen Feind: die Routine. Man kennt jeden Handgriff, weiß, was man zu tun hat und lässt die Gedanken schweifen. Das ist bei Arbeiten wie Rasen mähen, Wände anstreichen, Bügeln oder Abwaschen hilfreich. Bei Ärzten, Lehrern oder Autofahrern kann Routine gefährlich werden, schadet aber meist nur in Einzelfällen. Auffallend wird Routine bei nur wenigen Berufen, schadet dann aber meistens nicht: Etwa bei Journalisten. Da bekommt es allerdings jeder mit.<span id="more-222"></span><br />
So etwa das gedankenlose Abschreiben und Nachplappern von Agenturmeldungen: Einer schreibt es einmal hin – übernommen wird es von zwei Dutzend. Dann liest und hört man immer wieder, unter Umständen wochenlang, von »stehenden Ovationen«, Ulrich Wickert wies vor Tagen darauf hin. Klar, weiß jeder, dass Ovationen nicht stehen können. Trotzdem, kaum hatte Wickert es geschrieben, konnte man wenige Stunden später hören: »Stehender Beifall« &#8211; manche Journalisten lesen noch nicht einmal die zwei einzig wichtigen überregionalen Zeitungen des Landes.<br />
Es gibt auf diesem Gebiet ein paar Dauerbrenner. Einer ist: Viel Geld, Millionen, Milliarden, große Beträge, wurden »in die Kassen gespült«. Einen derartigen Ausdruck kann ein Journalist eigentlich nur einmal in seinem Leben benutzen – falls er nicht schon vorher bemerkt, was für ein Blödsinn das ist. Aber dieses Halbsätzchen ist beinahe jeden Tag zu lesen oder zu hören. Fast, als sei es eine Verabredung: Wenn es um viel Geld geht, dann wird es in die Kassen gespült. Basta! Regt sich sofort die Assoziation »Waschen und Spülen, bitte«, aber dazu fehlen jetzt die Beweise.<br />
Sehr in Mode ist derzeit etwas, besonders unter »Kultur-Journalisten«, was jeder menschlichen Erfahrung widerspricht. Da behaupten einige Vertreter dieses Berufszweiges beispielsweise, dass diese oder jene CD »die beste aller Zeiten« sei. Früher genügte, schon im Januar zu behaupten, die »wichtigste« CD des Jahres rezensiert zu haben. Das ist nun zu wenig. Zwar gibt es Tonträger erst seit etwa – seien wir großzügig – 120 Jahren, doch haben diese Könner ihres Faches nicht nur die Produktionen dieser 120 Jahre vollkommen im Blick, sondern auch die kommenden Jahre, Jahrzehnte, Jahrhundert, Jahrtausende…<br />
Das alles ist natürlich nicht neu. Vor Jahren war in den Feuilletons der Zeitungen und in den Kulturmagazinen des Fernsehens das Wort »hermetisch« besonders beliebt. Eigentlich gedacht für die Beschreibung der Qualität von Fahrradschläuchen, wurde das Wort auf alles angewendet, was sich nicht gleich wehrte. Auf einer Seite im Feuilleton der »ZEIT« war es eines Tages sieben Mal zu finden. Dann schien der Vorrat aufgebraucht, oder die Redakteure waren endlich aufgewacht, jedenfalls kam das Wort bald darauf aus der Mode. Heute ist nichts mehr hermetisch.<br />
Eher »luzide«.</p>
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