Archiv für die Kategorie 'Wirtschaft'

30 Dez 2009

Deutschland trotzt der Schweinekrise

Abgelegt unter Mann beißt Hund, Wirtschaft

Sozialer Abstieg extrem: Vom Glücksbringer zum Seuchenherd. Schweine müssen raus, Galeria Kaufhof, Leipzig
Sozialer Abstieg extrem: Vom Glücksbringer zum Seuchenherd. Schweine müssen raus, Galeria Kaufhof, Leipzig

Fest etabliert im nachweihnachtlichen Brauchtum sind mittlerweile die großangelegten Umtausch- und Rückgabeaktionen, die den Geschäften auch in der Zeit »zwischen den Jahren« volle Häuser bescheren. Da werden Kleidungsstücke umgetauscht, die nicht passen, Schmuckstücke retourniert, die nicht gefallen, oder Bücher, die bereits vorhanden. Oder man hat einfach festgestellt, dass man einen angeschafften Gegenstand eben doch nicht braucht. Hand auf’s Herz — wer hätte sich nicht schon einmal verkauft? Und gerade in Zeiten der Krise hat doch keiner Lust, auf solcher Ware sitzen zu bleiben! Schon gar nicht die hochverschuldeten Bundesländer.

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08 Dez 2009

Wirtschaftsnachrichten

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Hörte oder sah man heute Nachrichten eines öffentlich-rechtlichen Rundfunk- oder Fernsehsenders – Deutschlandfunk oder ARD-Tagesschau also -, so ging es eigentlich nur um Wirtschaft. Dachten wir uns schon, seit ein »Manager« eines, seien wir gütig, »mittelmäßig« gut »aufgestellten« Autokonzerns die Ministerpräsidentin eines deutschen Bundeslandes einbestellte – oder soll man das anders nennen? -, um ihr zu sagen, dass vielleicht, vielleicht, das in ihrem Bundesland befindliche Autowerk gewisse Chancen hätte. Der Souverän, das Volk – hat da nicht viel zu sagen.

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01 Dez 2009

Am Sonntag gehört Vati … ja, wem eigentlich?

Abgelegt unter Politik, Wirtschaft

Konsumtempel mit Gleisanschluss: Der Leipziger Hauptbahnhof in der Adventszeit
Konsumtempel mit Gleisanschluss: Der Leipziger Hauptbahnhof in der Adventszeit

Es war einmal – da musste die Hausfrau, wenn ihr denn am Sonnabend Abend oder am Sonntag Mittag etwas Zucker, Salz oder Mehl fehlte, zur Nachbarin gehen und fragen – haben Sie, könnten Sie? Das ging immer gut – wenn die eine nicht konnte oder wollte, dann wollte oder konnte die andere. Heute ist das anders. Ob besser, werden wir noch sehen.
Denn heute sind die Läden auch am Sonnabend bis wenigstens 20 Uhr geöffnet. Ausreden wie »Leider kann ich keine Eierpfannkuchen machen, Salz, Mehl und Eier sind alle« gelten nicht mehr. Hier und da, etwa im Bahnhof Leipzig, kann man auch am Sonntag Nachmittag Lebensmittel aller erdenklichen Art kaufen. Immer. Das ganze Jahr hindurch.
Heißt dann allerdings nicht Lebensmittel. Sondern Reisebedarf.

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26 Nov 2009

Höher, weiter, schneller – pardauzer!

Abgelegt unter Medien, Wirtschaft

Im Sport scheint es derzeit nur noch um Tod und Betrug zu gehen. Möglich, dass sich seit den Zeiten des Circus Maximus’ tatsächlich nichts geändert hat. Heutzutage sind es vier Gruppen, die am Sport interessiert sind, und jede hat Interesse daran, dass der Sport genau so bleibt, wie er ist. Und alle Beteiligten versuchen, ihre Hände in Unschuld zu waschen.

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22 Nov 2009

Gerechtigkeit am Sonntag

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Die Finanzkrise wird die Welt so stark verändern wie der Fall der Mauer.

Die Erfolgreichen müssen den Nicht-so-Erfolgreichen vermitteln, dass das System fair und gerecht ist.
Die Erfolgreichen müssen den Nicht-so-Erfolgreichen vermitteln, dass das System fair und gerecht ist

Große Worte, gesprochen vom Finanzminister. In einem Interview mit der Bild am Sonntag spricht Wolfgang Schäuble von seinem Eindruck, dass die Banken (manche jedenfalls — es gibt ja überall schwarze Schafe) wenig aus der Finanzkrise gelernt hätten:

Nicht alle haben begriffen, was da schiefgelaufen ist und dass man so nicht weitermachen kann. Da haben viele den Unterschied zwischen einem gesunden Egoismus und Gier nicht verstanden. Diese Raffgier zerstört alles, und mich stimmt sehr nachdenklich, dass sie schon wieder um sich greift.

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17 Nov 2009

Vom Verschwinden der Werte

Abgelegt unter Wirtschaft

Friedhof der Blechträume
Friedhof der Blechträume

In der Bundesrepublik Deutschland gibt es etwa 82 Millionen Einwohner und etwa 43 Millionen Autos. Busse, LKW usw. eingerechnet. Ein Auto ist also ein Konsumgut wie beispielsweise ein Fahrrad, ein Computer oder eine Stereoanlage. Sollt man denken. Ist aber ganz anders. Wie anders, zeigt die Geschichte von Herrn H.

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