16 Apr 2010

There’s no island like Island

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Asche auf mein Haupt. Auch ich hatte schon fast die Hoffnung aufgegeben, dass der Einzelne etwas bewegen kann und wenige manchmal sogar viel. Dass man Intelligenz nicht im Schwarm findet und nicht 10.000 Lichtjahre von der Erde entfernt suchen muss. Dass irgendwo noch Licht brennt oder sogar noch Glut unter der Asche ist. Asche auf mein Haupt. Ich verneige mich vor den Isländern.
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06 Apr 2010

Endlich: Medizinstudium für alle

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Jahrzehntelang war die Sache klar: Landete man als Gymnasiast mit seiner Abiturnote zwischen 1 und 2, musste man Medizin studieren. Ansonsten wäre man für blöd erklärt worden, Zweifel an der Berechtigung der Abiturnote inbegriffen. Nun hat man bei Schwarz-Gelb herausgefunden, dass man auch mit einer Abiturnote 2 oder 3 ein Mensch sein … ähh, ein guter Arzt werden kann. Man könnte die üble Beurteilung ja durch eine vorgeschaltete Ausbildung zur Krankenschwester oder zum Rettungssänitäter ausgleichen oder auch durch ein absolviertes Studium (Note egal) in Biologie oder Philosophie. Im Gegenzug müsste der Studierwillige bereit sein, zunächst als Hausarzt auf dem Land zu arbeiten.
Wir bei Blogmouse haben uns Gedanken gemacht, wie dies alles in nützlichen Einklang gebracht werden kann.

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17 Feb 2010

Beppe Bigazzi, Katzenfreund

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Es gibt viele Gründe, einem Menschen seinen Arbeitsplatz zu kündigen. Lebensmittel eignen sich gut dafür. Übrig gebliebene Maultaschen, Kekse aus dem Konferenzraum, Frikadellen und was der Kühlschrank so hergibt. Nun gehören auch Katzen dazu.
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11 Feb 2010

Alles geklaut? Ausgezeichnet!

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Lesen bildet. Der aktuellste Beweis: Seit ein paar Wochen weiß jeder Feuilleton-Leser, was ein Axolotl ist. Und nicht nur das: Wen so was interessiert, der kann sich von einer mediengerecht kaputten 17-Jährigen erklären lassen, wie das so ist mit Sex and Drugs and weiß der Geier. Die meisten interessiert’s wohl eher nicht, weshalb — fast scheint’s wie eine abgekartete Marketingaktion — jetzt rauskam: Sie hat hie und da geklaut. Collagiert, gecuttet and gepastet, zweitverwertet — in jedem Fall aber aufgewertet, all das Zeug von namenlosen Losern. Nennen Sie es, wie Sie wollen — der berühmte Literaturexperte Daniel Haas (Spon) nennt es »Na und?«

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31 Jan 2010

One world one flame – und die Beatles werden einfach nicht kalt

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One world one flame – und die Beatles werden einfach nicht kalt.
Lieber Herr Adams,
Sie werden das vermutlich anders sehen – aber: Sie sind einfach kein guter Musiker. Nein, nein – Sie singen gut, keine Frage; ihre Stimme – erkennt man sofort; Produktion, Musiker, Toningenieur – alles bestens, da gibt es nichts zu meckern. Aber: Sie haben keinen Mut. Braucht eigentlich jeder Schüler der Musikschule von Klein-Kleckersdorf. Die müssen sich trauen, wenn sei – sagen wir: ein kleines Stück von J.S. Bach, J. Haydn oder W.A. Mozart vorspielen sollen. Damit die Eltern sich freuen. Vier Fehler – egal.
Sie aber haben keinen Mut. Warum? Erklären wir Ihnen.
Sie sind Rockmusiker. Oder? Na sehen Sei, wenigstens darin könnten wir uns einig sein. Könnten. Gleich werden Sie sehen, warum Sie keiner sind.
Seit den seligen Tagen der Beatles schreiben Rockmusiker ihre Songs selbst. Machen Sie nur in Ausnahmenfällen. Was? Schon vergessen? Michael Kamen…? Also gut, Sie schreiben selten selbst. Macht nichts.
Aber nun liefern Sie die mehr oder weniger offizielle Hymne zu den Olympischen Winterspielen in Vancouver. Das muss gut werden, ganz klar. Sollen viele, nach Möglichkeit alle kaufen. Sie nehmen also den Lennon der Weinerlichkeit – fallend Intervalle, kleine Sekunde, große Sekunde -, geben den Lennon der großen Idee – »Give Peace a Chance«,  tschuldigung: »One World one Flame« – und kippen dann die ganze McCartney/Martin-Soße darüber – akustische Gitarren am Anfang, dann schrummelnde Celli, Hammond-Orgel im Hintergrund, Bridge a la McCartney und so weiter und so fort.
Nur: bei den Beatles, bei Lennon, McCartney und Martin, da war das echt, das war das deren Idee, da war das neu, da war das einfallsreich. Und selbst bei Electric Light Orchestra war das wenigstens noch ironisch.
Bei Ihnen, Herr Adams, ist das noch nicht als Talmi, noch nicht mal Kitsch. Es ist einfach nur berechnend und blöd. Vielleicht bekommen Sie 2011 einen Grammy dafür.

Lieber Bryan Adams,

Sie werden das vermutlich anders sehen – aber: Sie sind einfach kein guter Musiker. Nein, nein – Sie singen gut, keine Frage; ihre Stimme – erkennt man sofort; Produktion, Musiker, Toningenieur – alles bestens, da gibt es nichts zu meckern. Aber: Sie haben keinen Mut. Braucht eigentlich jeder Schüler der Musikschule von Klein-Kleckersdorf. Die müssen sich trauen, wenn sie – sagen wir: ein kleines Stück von J.S. Bach, J. Haydn oder W.A. Mozart vorspielen sollen. Damit die Eltern sich freuen. Vier Fehler – egal.

Sie aber haben keinen Mut. Warum? Erklären wir Ihnen.

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29 Jan 2010

Alle Schwäne sind grau. Oder rot.

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Vor einigen Tagen lud der Zeitschriftenverleger Dr. Hubert Burda (Focus, Mein schöner Garten, Freizeit Revue) zu seiner jährlich stattfindenden Konferenz »Digital, Life, Design« ein. Da treffen sich immer Wissenschaftler, Unternehmer, Künstler und Internetpioniere, um über die großen Zukunftsthemen zu sprechen. Dieses Mal war auch Internetpionier Jimmy Wales mit dabei, der der »Süddeutschen Zeitung« ein Interview gab. Er wurde zu diesem und jenem gefragt, nutzte aber wie immer die Gelegenheit, sein Baby, die Wikipedia, ins rechte Licht zu rücken. Das muss man sich genauer ansehen.
Natürlich weiß er genau, worum es bei Enzyklopädien geht:
Wir wollen die verschiedenen Blickwinkel ausbalancieren.
Auf den Einwand des Interviewers, dass es gerade im Netz
Für jede Ideologie einen Ort [gäbe], an dem diese als objektiv oder neutral verkauft wird
Bringt Wales ein interessantes Beispiel, wie dies alles zu verstehen sei:
Gruppen, deren Mitglieder kulturell und ideologisch ähnlich ticken, werden häufig Fehler machen. Sie haben einen blinden Fleck. 1920 kämpften Polen und Litauen an der Memel gegeneinander. Die Wikipedia-Einträge in den beiden Sprachen zeigten für dieses Ereignis komplett entgegengesetzte Perspektiven. Das Faszinierende: Durch den englischsprachigen Artikel, der beide Sichtweisen diskutiert, wurden auch die Einträge in der polnischen und litauischen Wikipedia besser, weil die Autoren den jeweils anderen Standpunkt kennen lernten. Die Verfasser der ursprünglichen Artikel wollten keine Geschichtsklitterung betreiben – sie hatten ihr Wissen einfach in der Schule gelernt.
Lassen wir beiseite, dass wir unseren jeweiligen nationalen Schulen also nicht trauen können. Lassen wir mal beiseite, dass ein polnischer oder litauischer Wikipedia-Autor sein Wissen offensichtlich nur über eine Schwester-Wikipedia wie die englische bezieht; oder beziehen sollte – oder was meint Wales hier? Betreibt die Wikipedia – gleichgültig welcher Nation – »neutrale« Forschung, was immer das sein könnte? Oder woher haben die englischen Wikipedia-Autoren ihre Weisheit? Eventuell aus der Britannica abgeschrieben?
Und was bedeutet das für den Wikipedia-Benutzer? Will der beispielsweise etwas über den Vietnam-Krieg erfahren, sollte er tunlichst die amerikanische und die vietnamesische Wikipedia meiden? Kann man über bestimmte Dinge so lange und so breit disktuieren, bis eine Art »Konsens« gefunden wurde, der fortan als »wahr« anzusehen ist?
Bei Wales liest sich das so:
Eines der spannendsten Dinge an Wikipedia ist, dass es ein Treffpunkt ist: Kleine Gruppen debattieren ein Thema mit dem Ziel, sich darüber zu einigen, was Neutralität ist. Deshalb sind manchmal Diskussionen interessanter als der Eintrag selbst.
Noch viel interessanter wäre die Frage, wie sich diese kleinen Gruppen zusammensetzen. Sind das Leute, die da nur mitreden wollen, oder sind da auch Leute, die tatsächlich mitreden können? Kann man über jedes Thema diskutieren? Kann man die Frage, ob sich die Sonne um die Erde dreht, oder ob es vielleicht doch umgekehrt ist, in einer kleinen Gruppe diskutieren, bis ein Konsens gefunden ist? Hat die Wikipedia überhaupt die Möglichkeit, Erkenntnisse zu gewinnen – oder ist es nicht viel mehr ein Ort, wo gesicherte und nachprüfbare Erkenntnisse gesammelt werden – wie bei jeder andern, jeder professionellen Enzyklopädie. Ein Enzyklopädie hat grundsätzlich nicht die Aufgabe, wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen – sie hat den wissenschaftliche Stand zu dokumentieren.
Ein einfaches – und zugegebenermaßen: polemisches – Beispiel dazu.
Ein Autor der Wikipedia behauptet, alle Schwäne seien weiß. Ein anderer sagt, dass alle Schwäne schwarz seien. Beide pochen auf ihre Erfahrung. Der eine hat tatsächlich noch nie einen weißen, der andere noch nie einen schwarzen Schwan gesehen. Augenzeugen. Für sich genommen haben beide Recht. Der Artikel wird in einer kleinen Gruppe diskutiert. Alle Gruppenmitglieder haben sich – wie in den Wikipedias üblich – ein Pseudonym gegeben. Über ihre Fachkenntnisse müssen die Mitglieder der Gruppe keine Auskunft geben. Es gibt nun mehrere Möglichkeiten für das Ziel der Neutralität:
1. Es gibt tatsächlich nur weiße Schwäne
2. Es gibt tatsächlich nur schwarze Schwäne
3. Es gibt schwarze und weiße Schwäne
4. Es gibt nur graue Schwäne
Ein Witzbold versichert ernsthaft und glaubwürdig, er habe schon rote Schwäne gesehen.
Die Diskussionsteilnehmer einigen sich darauf, dass es nur graue Schwäne gibt, diese allerdings in sehr unterschiedlichen Schattierungen und außerdem sind hier und da auch rote Schwäne anzutreffen.
Offensichtlich, dass das kompletter Blödsinn ist. So werden wissenschaftliche Kenntnisse nicht gewonnen. Aber es gibt natürlich sehr viele Themen, bei denen das genau so passiert.
Die Administratoren der Wikipedia haben versucht, diesem zu begegnen: Es gibt mittlerweile kaum noch einen Artikel in der deutschen wie der englischen Wikipedia, dem nicht die Mahnung vorangestellt ist, doch bitte für Quellen zu sorgen. Die Administratoren sind da also schon weiter als Wales: Sie trauen der Diskussion in der kleinen Gruppe schon lange nicht mehr. Anders gesagt: Du kannst in der Wikipedia behaupten und schreiben, was du willst, so lange du einen Gewährsmann (Quelle) hast – Dir, lieber Freund, glauben wir nicht.
So werden Quellen angegeben: Der zugegebenermaßen sehr lange Artikel über die britische Rockband Pink Floyd hat fast 300 Quellenangaben; der deutsche knapp 60. Quellenkritik – das A und O der Geisteswissenschafen – findet allerdings nicht statt: Ein großer Teil der Quellenangaben in der englischen Wikipedia bezieht sich auf ein Buch des Schlagzeugers von Pink Floyd; andere Bandmitglieder kommen im Quellenverzeichnis nicht vor. Neutral? Hätte man in Wales obigem Beispiel nur die Ansicht der Litauer bzw. der Polen gelten lassen können? Noch anders in der deutschen Wikipedia: Hier wird z. B. auch auf das bekannte Rock-Lexikon des Rowohlt Verlages verwiesen. Die Autoren dieses Lexikons benutzen aber selbst die Wikipedia als eine ihrer Quellen. Klar gesagt: Im Sinne eines Erreichens von »Neutralität« oder gar »Objektivität« sind derartige Quellen wertlos. Objektivität ist dem Menschen unmöglich, Neutralität ein unerfüllbarer Wunschtraum.
Was erreichbar ist, ist Konsens. Auf diesem Weg ist die Wikipedia allerdings schon sehr weit vorangekommen. Hieß es früher »Steht im Brockhaus«, so muss heute die Wikipedia ins Kalkül gezogen werden: Sie können als Individuum durchaus etwas ganz genau wissen – durchsetzen müssen Sie es inzwischen in einer kleinen Diskussionsgruppe in der Wikipedia. Die Anpassung des Wissens an die Vorgaben der Wikipedia ist im Internet übrigens schon sichtbar.
So kann es tatsächlich eines Tages geklärt sein, ob die beiden Känguruhs von Noahs Arche schwimmend oder über das Wasser springend nach Australien gekommen sind – vielleicht haben sie auch einfach eines der Rettungsboote benutzt. Können wir alles diskutieren, findet sich bestimmt ein neutraler, objektiver Standpunkt.

Vor einigen Tagen lud der Zeitschriftenverleger Dr. Hubert Burda (Focus, Mein schöner Garten, Freizeit Revue) zu seiner jährlich stattfindenden Konferenz »Digital, Life, Design« ein. Da treffen sich immer Wissenschaftler, Unternehmer, Künstler und Internetpioniere, um über die großen Zukunftsthemen zu sprechen. Dieses Mal war auch Internetpionier Jimmy Wales mit dabei, der der »Süddeutschen Zeitung« ein Interview gab. Er wurde zu diesem und jenem gefragt, nutzte aber wie immer die Gelegenheit, sein Baby, die Wikipedia, ins rechte Licht zu rücken. Das muss man sich genauer ansehen.

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19 Jan 2010

Gut zu wissen: Es ist Deutschlandradio hier!

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Wir hatten schon befürchtet, uns mangels Alternativen auf das im Grunde langweilige Hypermedium Spiegel online einschießen zu müssen. Doch siehe da, in der crossmedialen Einheitssoße materialisierte sich ein putziger Organismus, der sich räuberisch ernährt (Stichwort GEZ) und dessen Ausscheidungen teils aufreizend harmlos, teils aber giftig und/oder hirnschädigend sind.

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05 Jan 2010

Bier ist ein besonderer Saft

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Der folgende Artikel wird in der ICH-Form erzählt, weil es hier PERSÖNLICH wird. Es geht um Bier. Davon verstehen wir alle was. Wir sind mehr als die Fußball-Fans, denn es gibt Biertrinker, die Fußball blöd finden. Es gibt aber kaum Fußball-Fans, die Bier blöd finden. Hier aber will ich erklären, wie das kommt, und was es mit dem Bier auf sich hat.

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01 Jan 2010

Glaubt an die Göttin!!!

Abgelegt unter Mann beißt Hund, Medien

Bekannte
Prominente 2010 – noch ohne klare Sicht

Spiegel Online, das Medium für die, die die BILD-Zeitung aufgrund Sozialisation aus Prinzip nicht kaufen, aber trotzdem jeden Scheiß (sorry!) lesen wollen, das Leib- und Magen-Medium von Blogmouse, hat eine Umfrage gemacht. Unter »Prominenten« – was auch immer das sein soll. SPON hat immerhin 30 Prominente gefunden. Ein paar von meinen Lieblingsprominenten sind zwar nicht dabei (Heh! Josef! Keine Lust gehabt? Oder musste in der Schweizer – ach nein, Deutschen Bank, endlich mal gefegt werden? Käpt’n Nuss! Ähhh…Herr Sinn! Erstmals nichts eingefallen? Frau Will! Noch immer Urlaub? Oder vielleicht auch ausgebrannt? Annette! Etwa Weihnachts-Exercitien in Nowodettelssibirsk?)

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30 Dez 2009

Deutschland trotzt der Schweinekrise

Abgelegt unter Mann beißt Hund, Wirtschaft

Sozialer Abstieg extrem: Vom Glücksbringer zum Seuchenherd. Schweine müssen raus, Galeria Kaufhof, Leipzig
Sozialer Abstieg extrem: Vom Glücksbringer zum Seuchenherd. Schweine müssen raus, Galeria Kaufhof, Leipzig

Fest etabliert im nachweihnachtlichen Brauchtum sind mittlerweile die großangelegten Umtausch- und Rückgabeaktionen, die den Geschäften auch in der Zeit »zwischen den Jahren« volle Häuser bescheren. Da werden Kleidungsstücke umgetauscht, die nicht passen, Schmuckstücke retourniert, die nicht gefallen, oder Bücher, die bereits vorhanden. Oder man hat einfach festgestellt, dass man einen angeschafften Gegenstand eben doch nicht braucht. Hand auf’s Herz — wer hätte sich nicht schon einmal verkauft? Und gerade in Zeiten der Krise hat doch keiner Lust, auf solcher Ware sitzen zu bleiben! Schon gar nicht die hochverschuldeten Bundesländer.

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