08 Dez 2009

Wirtschaftsnachrichten

Abgelegt 20:53 unter Wirtschaft

Hörte oder sah man heute Nachrichten eines öffentlich-rechtlichen Rundfunk- oder Fernsehsenders – Deutschlandfunk oder ARD-Tagesschau also -, so ging es eigentlich nur um Wirtschaft. Dachten wir uns schon, seit ein »Manager« eines, seien wir gütig, »mittelmäßig« gut »aufgestellten« Autokonzerns die Ministerpräsidentin eines deutschen Bundeslandes einbestellte – oder soll man das anders nennen? -, um ihr zu sagen, dass vielleicht, vielleicht, das in ihrem Bundesland befindliche Autowerk gewisse Chancen hätte. Der Souverän, das Volk – hat da nicht viel zu sagen.

Gleich danach ging es um die FDP: Wir erinnern uns – das ist eine Regierungspartei und die erhielt es nun sozusagen schriftlich, dass sie vor vielen Jahren eine Millionenspende nicht ordnungsgemäß verbuchte. Muss also Strafe zahlen. Natürlich glaubt die Regierungspartei dem Spruch der Judikative nicht und geht in Berufung. Klar, Guido Westerwelle ist Jurist, der weiß, dass Ius ein Spiel ist, das immer Revanche erlaubt.
Und weiter: Im September 2009 gingen etwa 2900 Firmen in Deutschland pleite, 17,4 % mehr als im Vorjahresmonat. Von Januar bis September meldeten damit mehr als 17 000 Firmen in Deutschland Insolvenz an. Cheerio, liebe Ich-AGs! Cheerio, liebe FDP, ein weites Feld für euch!
Und schließlich Frau Bundeskanzler Merkel: Wir brauchen Internet, Breitband und Breitband-Internet oder Internet-Breitband, überall. Dann liest man die aktuelle c’t und erfährt, was Menschen für Verrenkungen machen müssen, um auf dem Land überhaupt an ein einigermaßen schnelles Internet zu kommen – Staat und Privatwirtschaft halten sich da klugerweise raus. Aber Herr Wirtschaftsminister »Tschennerell« Brüderle (FDP) hängt sich sofort dran, er will ja hier nicht den Glos geben: Eine Million Arbeitsplätze. In der IT-Sparte.
Ein paar Arbeitsplätze stellt die FDP. Aber nur für Juristen. Damit sie, die FDP, die 3,5 Millionen Euro Strafe nicht zahlen muss. Wenn das nicht klappt, gehen die eben pleite. Die Juristen. Nicht die FDP.

Zum Wetter:

Das erste Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts ist nach UNO-Angaben das wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gewesen.
Ihre Heizkostenrechnung wird trotzdem steigen.

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